Entspannung

Entspannung tut gut. Und sie ist lebensnotwendig. Ohne Entspannung brennen wir aus. In der Entspannung erholen wir uns, schöpfen neue Kraft. Entspannung ist somit der Gegenspieler zu Stress.

Zur Entspannung gibt es viele verschiedene Wege. Für die Praxis bietet sich eine Unterscheidung an, ob eine Methode in erster Linie die Wahrnehmung anspricht, innere Vorstellungen hervorruft oder über Veränderungen körperlicher Zustände wirkt.

Wahrnehmung: Konzentration auf die Wahrnehmung sind der Kern von Achtsamkeit, der Atembeobachtung, des Yoga, der Massage, auch der Progressiven Muskelentspannung.

Innere Vorstellungen: Über innere Vorstellungsbilder führen Imagina­tionen (Traum- oder Fantasiereisen) und Ruheorte zur Ent­spannung. Vorstellungen werden auch im Autogenen Training verwendet, allerdings weniger Bilder, als vielmehr Begriffe, die mit Entspannung ver­knüpft sind.

Körperliche Veränderung: Aktive Veränderungen des körperlichen Zustands, meist im Sinne von Verlangsamung und Rhythmisierung. Dazu werden Meditative Tänze genutzt. Auch hier haben Yoga und Progressive Muskelentspannung starke Anteile.

Oft nutzen einzelne Methoden mehrere dieser Zugänge. Die Progressive Muskelentspannung verlangt eine aktive Anspannung der Muskulatur, des­halb steht sie bei „körperliche Veränderung“. Ziel der Anspannung ist es, eine Wahrnehmung des Unterschieds von Anspannung und Entspannung zu ermöglichen. So steht sie auch unter „Wahrnehmung“. Auch Yoga ist beiden Zugängen zuzuordnen.

Gleichgültig, welchen Zugang sie nehmen, alle Methoden möchten in Richtung psychische Entspannung führen. Und sie können dieses Ziel im Ergebnis auch durchaus vergleichbar erreichen. So handelt es sich nicht darum, das „beste“ Entspannungsverfahren herauszufinden, sondern das, was in der jeweiligen Situation mit ihren Bedingungen und Möglichkeiten am besten passt.

Es ist grundsätzlich gut, ein Thema von vielen Seiten anzusprechen. So wie wir uns als Kind zu bewegen gelernt haben, nicht indem wir die eine und einzige richtige Methode immer wieder angewandt haben, sondern indem wir alles Mögliche taten, alles was ging, auch Krabbeln, Hüpfen, Springen, Stolpern. Und nun können wir nicht nur gehen, sondern auch tanzen!

Die Progressive Muskelrelaxation und das Autogene Training sind von Ärzten und Psychologen entwickelte Verfahren zur Entspannungstherapie. Sie erfordern ein Training, das meist in einem mehrwöchigen Kurs vermittelt wird.

Entspannung über den Atem und über Vorstellungsbilder (Imaginationen) hat dagegen den Vorteil, dass kein mehrstufiges Training erforderlich ist. Die einzelne Atementspannung, die einzelne Fantasiereise, das einzelne Ruhebild, sie können sofort wirken, wenn wir uns auf sie einlassen.

Dabei gibt es persönliche Vorlieben. Wir bieten deshalb auf unserer Präsenz eine Vielzahl verschiedener Übungen an. Sie dienen alle der Entspannung. Was davon für Sie am besten geeignet ist, erfahren Sie mit dem Ausprobieren.

Entspannungsanleitungen werden am besten mit geschlossenen Augen gehört. Sie lassen sich aber auch selbst ohne jedes „Zubehör“ durchführen. Dazu werden sie erst gelesen und dann in bequemer Haltung, beispielsweise liegend auf dem Sofa, vergegenwärtigt. Ganz einfach ist das bei einem Ruhebild, da geht es nur um das Ausmalen einer entspannenden Situation.

Hier Anleitungen zu einigen Möglichkeiten der Entspannung. Bei allen Anleitungen ist nicht die wörtliche Genauigkeit wichtig, sondern der Sinn und die Tiefe der Empfindung.

Ruheort – Imagination, mit Einführung
Die Quelle – Imagination (Fantasiereise), mit Einführung
Mein Garten der Ruhe – Imagination (Fantasiereise)
Meeratem – Atementspannung
Weiße Wolken – Imagination (Fantasiereise)
Das Lächeln – Imagination (Fantasiereise)
Entspannung der Augen – Körperübungen zur Entspannung der Augen, besonders bei langen Arbeiten am Bildschirm empfehlenswert
Lach-Yoga – Anleitung Lach-Yoga zu Entspannung und Stimmungsaufhellung

 


 

Sind Sie neugierig geworden? Wir bieten eine Online-Ausbildung zur Entspannungspädagogin / zum Entspannungspädagogen an. Das Thema Imagination ist darin ausführlich vertreten. Außerdem enthält die Ausbildung noch verschiedene Entspannungsverfahren wie das Autogene Training, die Progresseive Muskelentspannung, Atementspannung, Verfahren aus der kognitiven Psychologie zur Bewusstseinsänderung und anderes.

 


Buchempfehlungen

Volker Friebel (2012): Aufbrüche – Die Kraft der inneren Bilder zur Selbstveränderung. Tübingen: Edition Blaue Felder. PapierBuch und eBuch.

Erhältlich im Buchhandel und bei den Versanden. Ein Klick auf das Titelbild führt zur Seite des Buchs bei Amazon. Dort stehen nähere Informationen, ein Blick ins Buch ist möglich und es gibt eine Bestellmöglichkeit. Alternativ dasselbe bei Klick auf die Schaltfläche: 

Volker Friebel (2012). Innere Bilder. Imaginative Techniken im Alltag und in der Psychologie. Tübingen: Edition Blaue Felder. PapierBuch und eBuch.

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Der Text stammt von Dr. Volker Friebel.