Am Staudamm

Eine Fantasiereise von Volker Friebel

 

Mach es dir bequem … Deine Augen können sich schließen und die angenehme Ruhe spüren … Du spürst vielleicht schon, wie gut es sich anfühlt, einfach so da zu sein, in den Bildern …

 

Durch den Wald strömt ein Bach. Hinter einer Biegung haben die Kinder ihren Staudamm gebaut. Ein paar große Steine waren schon da, zwischen die haben sie gebrochene Äste gelegt und aufgefüllt mit Steinchen, mit Erde und Sand …

Die Kinder sind lange gegangen, der Staudamm ist immer noch da … Aber hier und da ist der Sand fortgeschwemmt … Auch die Erde löste im Wasser sich auf und trieb mit ihm … Wasser strömt durch die Lücken ins Weite …

Ein Vogel fliegt auf einen Stein … Er schüttelt sein Gefieder … Er pickt vom Wasser und trinkt … Schon breitet er wieder seine Flügel aus und schwirrt davon …

Vielleicht kannst den Vogel hören, aus der Tiefe des Waldes … zwischen den anderen … Ob er nun wohl in einem Baum sitzt? … Ob er auf einen der moosbedeckten Felsen des Waldes geflogen ist und nun dort pfeift? …

Die vielen Stimmen des Waldes um den Bach und den Damm … Dieses Klopfen wird ein Specht sein … Ein Kuckuck ruft in der Ferne …

Im Wipfel der großen Eiche raschelt es: Ein Eichhörnchen springt durchs Gezweig, bis zum äußersten Ast – und hinüber zum Nachbarbaum … Nun ist es hinter dem Stamm verschwunden …

Ein Schmetterling schwingt über das Wasser … Auf einer gelben Blume am Ufer lässt er sich nieder … Die Sonne scheint warm … Ob er sich von ihren Strahlen wärmen lässt? … Ob er sich ausruht – oder einfach nur wartet? …

Vielleicht sieht der Schmetterling den Fisch im Bach … der sich leicht in der Strömung des Wassers bewegt … Leichte Flossenschläge … fast unmerklich hin und her …

Eine Fliege brummt über den Damm und das Wasser, verschwindet in der Tiefe des Waldes …

Am Ufer des Baches wächst Gras … Blumen blühen … Ob du die Farben der Blumen kennst? …

Zwischen dem Gras wächst Klee … Das Glückskleeblatt zwischen all diesen Gräsern hat niemand entdeckt … Außer dieser Biene vielleicht, die gerade auf ihm landet – und wieder davonfliegt …

Ob sie hinein in ihr Glück fliegt? … Sie summt zurück zum Bienenstock … Ihre Füße sind schwer vom Nektar, den sie in all den Blumen gesammelt hat … Im Bienenstock machen sie Honig daraus …

Das strömende Wasser löst vom Staudamm ein paar weitere Steine, Sand strömt zwischen ihnen hindurch, bleibt bald liegen … Ein Zweig treibt mit der Strömung davon …

 

Nun kommt die Fantasiereise langsam zum Ende … Du spürst wieder den Raum um dich und hörst seine Geräusche … Du spürst deinen Atem gehen … Du spürst seine Ruhe … Die Ruhe des Wassers ist weiter in dir … Deine Augen können sich wieder öffnen …

 

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Diese Fantasiereise stammt aus dem Buch: Volker Friebel (2020): Mit Traumreisen entspannen: Das Haus am See.

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